Say all I need …
Juli 23, 2008
Wer sagt uns eigentlich, was wir alles brauchen, um wirklich glücklich zu sein?
Nicht wohlhabend, oder reich an Freunden.
Glücklich sein, weil man auf der Welt ist und das Leben genießen kann.
Ich meine … manchmal frage ich mich echt, ob ich die ganzen Sprays und Shampoos für meine Haare echt brauche und ob nicht auch ein Mascara alleine genau so schön aussehen würde. Würde es mir genau so gut gehen, wenn ich andere Freunde hätte, mir mehr Dinge leisten könnte, oder würde ich es mir lieber kaufen, wenn ich das Geld selbst verdient hätte?!
Bin ich später glücklicher, meine Jugend gelebt zu haben, wenn ich jedes Mal ein-zwei Drinks mehr kippe, oder regelmäßiger im Suff kotzen muss? Wäre ich glücklicher, wenn ich generell wo anders leben würde, Dinge bisher anders gemacht hätte, oder schon längst ausgezogen wäre?
http://www.youtube.com/watch?v=mflY7U7M3h0&feature=related
Woran erkenne ich, was besser für mich ist, oder was ich lieber nicht machen sollte. Ist es wichtig, das überhaupt zu wissen, oder bringt es mich über kurz oder lang nicht doch auf den flaschen Weg?
Vielleicht sollte man mit sich im Reinen sein, um glücklich sein zu können. Vielleicht heißt „mit sich im Reinen sein“ aber auch, das Leben so zu nehmen, wie es kommt. Und wenn man es viel intensiver lebt, dann sieht man auch plötzlich, dass es gar nicht so schlimm und schwer ist, wie man vorher immer behauptet hat. Und als man sich beschwert hat, über die ganze Scheiße, die einem ständig passiert, übersah man, dass das Leben weiter läuft.
Es geht weiter. Immer weiter. Irgendwie.
Ich weiß es nicht. Ich kann nicht sagen, wann man glücklich ist, und was man braucht, um das Glück an sich zu binden. Ich weiß nur, dass ich schon so lange nicht mehr so glücklich gewesen bin und keine Ahnung hatte, woran das liegen könnte.
Gewohnheitssache
Mai 13, 2008
Jetzt kommt er angekrochen. Entschuldigt sich. Redet sich auf den Alkohol aus.
Und die fieseste Masche ist ja, wenn ein Junge sagt „Ich kann verstehen, dass du sauer bist. Ich wäre es auch an deiner Stelle!“
Ach ne. Aber ich rechne es ihm hoch an, dass er sich wenigstens entschuldigt. Wenigstens. Ich erspare ihm noch mehr Erklärungsnot, indem ich es ignoriere, dass er „irgendwann wieder alles gut machen“ wird.
Ich bin wirklich enttäuscht von ihm. Er ist nämlich richtig sympathisch, nett und ich hab richtig geil mit ihm quatschen können. Wie sehr man sich täuschen kann. Und dann sagt er auch noch, dass ich ein negatives Bild von der Männerwelt habe und … WHAT THE FUCK?!!!?!? Gestörtes Männerbild? GESTÖRTES MÄNNERBILD? Ich geb dem gleich ein gestörtes Männerbild!! Aber anders derb!
ICH HABE KEIN GESTÖRTES/NEGATIVES MÄNNERBILD, ICH BIN NUR EHRLICH, WENN ICH IHM SAGE, DASS ER SICH SCHÄMEN SOLL UND DER ALKOHL IHN ZU EINEM ÜBERDURCHSCHNITTLICH GROßEN ARSCHLOCH MACHT!! Damit muss er schon leben können … echt jetzt.
Hölle, wie mich sowas aufregt. Okay … vielleicht hat er Recht. Ein bisschen gestört ist es mittlerweile schon. Aber das würde ich nicht zugeben. Niemals. Männer sehen sich aber auch echt immer in der Opferrolle. o_Ó
Fakt ist, dass ER gewaltig großen Mist gebaut hat.
Und Fakt ist auch, dass er am Freitag nach Malta fliegt (Sprachwoche) und meinte, er würde dort Zeit zum nachdenken haben.
Ha.
Hahaha.
Wie naiv muss eine Frau sein, die so etwas tatsächlich glaubt? Er wird die ganze Woche sternhagelvoll sein und ihm wird es auch egal welches Mädchen er abschleppt. Weil er ein Mann ist. Und an mich wird er keinen einzigen Moment lang denken.
Hey, wen stört’s? Ich bin es schließlich schon gewöhnt.
Wie gesagt: Nicht alle Männer sind Idioten, ein paar sind VOLLIdioten!
Traumfrauen und Vollidioten.
Mai 12, 2008
Mein Liebesleben war schon immer kompliziert, irgendwie.
Nie war etwas perfekt und bisher kam immer eine unerwartete Wendung, die alles kaputt gemacht hat. Manchmal war ich auch selbst daran Schuld, das streite ich auch gar nicht ab. Mit den Zeit habe ich daraus allerdings gelernt und mir angewöhnt toleranter zu sein. Nichts ist perfekt und schon gar nicht die Liebe.
Es gibt Hochs und Tiefs.
Wie lange kann so ein Tief andauern? Muss ich meine Ansprüche noch weiter zurückschrauben, als ich ohnehin schon getan habe, oder bin ich zu blöd für eine Beziehung? Vielleicht liegt es aber auch an den Männern.
Ob ich die Männerwelt damit jetzt angreifen will? Ja, eigentlich schon. Weil ihr alle ziemlich große Heuchler seid. Und sagt jetzt nicht, dass das nicht stimmt und wir Frauen nur alles zu sehr auf die Goldwaage legen. Das stimmt nicht.
Toleranz: Ja.
Mir meinen Stolz nehmen lassen: Nein!
Denn, wenn ein Junge zu mir sagt, dass ich seine Traumfrau bin, dann nehme ich an, dass er sich dieser Worte bewusst ist und es auch ehrlich meint. Wenn ein Junge sich um mich bemüht und mir immer wieder bestätigt, wie sehr er mich doch mag, dann nehme ich an, dass er das auch so meint und andere Frauen für ihn uninteressant sind.
Anscheinend verlasse ich mich zu sehr auf Vermutungen, als auf Tatsachen.
Der gestrige Abend war ziemlich ernüchternd für mich. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal derartig vor den Kopf gestoßen wurde.
Der Junge hatte nämlich nicht nur mich, sondern auch zwei andere Mädchen, ständig als Traumfrauen bezeichnet. Ihnen 1:1 die gleichen SMS geschrieben wie mir und besoffen wie er war, gräbt er die eine auch noch an, obwohl ich neben ihm sitze. Einmal? Nein, 3 Mal eine andere! Und als ich ihn darauf anspreche, streitet er alles ab, versucht sich in der Opferrolle und glaubt allen Ernstes, dass er sich mit den Worten „Ich mag wirklich nur dich, weil du bist die Einzige, die auch was im Kopf hat.“ rausboxen kann.
Ich hab die Nase voll. Von allen Jungs. Alles nur Idioten, ein paar sogar Vollidioten.
„Ein Mann fühlt sich erst dann als Mann,
wenn er es Dir besorgen kann.
Er lügt, daß sich die Balken biegen,
nur um Dich ins Bett zu kriegen.
Und dann am nächsten Morgen
weiß er nicht einmal mehr, wie Du heißt.
Rücksichtslos und ungehemmt,
Gefühle sind ihm völlig fremd.
Für ihn ist Liebe gleich Samenverlust.
Mädchen, sei Dir dessen stets bewußt !
Männer sind Schweine,
frage nicht nach Sonnenschein.
Ausnahmen gibt’s leider keine.
In jedem Mann steckt doch immer ein Schwein.“
Ich will ja nicht viel. Nur ein bisschen Zuneigung. Ehrliche Zuneigung. Eine starke Schulter zum Anlehnen und keine Schnapsdrossel, die im Rausch an mir vorbei läuft. Einen Mann, der mich als seine Traumfrau betitelt und es ganz genau so meint.
normal vs. anders
März 22, 2008
Ich bin anders als die anderen!
Ja klar! Wer hat diesen Satz nicht schonmal gehört oder selbst gesagt? Ich gestehe: ich gehöre zu denen, die ihn selbst schon ausgesprochen haben. Und in diesem Moment stand ich auch zu 100 % hinter dieser Aussage. Ich bin ja wirklich anders als die anderen … irgendwie und so.
Nur, ich weiß nicht warum genau, aber ich letztens kam es mir so in den Sinn, dass ich mich nicht entscheiden kann, ob ich anders, oder lieber doch normal sein möchte. Zu aller erst sollte man diese zwei Begriffe definieren, damit man weiß, worüber man redet. Doch das würde sich so maßlos in die Länge ziehen, dass es sich meiner Meinung nach nicht lohnt. Jeder Mensch sieht eine andere Bedeutung in diesen Worten und definiert sie für sich selbst.
Ich persönlich hatte meine Zeit schon, in der ich mehr anders, als normal war. Und das hat sich leider nicht so geäußert, wie ich es wollte. Ich wurde nicht verstanden, weil ich zu kompliziert dachte und mittlerweile kotzen mich diese Psychos echt an, die alles hinterfragen müssen und einem das Wort im Mund umdrehen.
Gewisse Dinge sind halt so wie sie sind!!
Deshalb bin ich im Moment wieder normal. Meinetwegen und der anderen wegen. Vor allem aber, weil ich es leid war und mir das auf Dauer zu anstrengend war. Ich muss nicht um jeden Preis etwas repräsentieren, was ich plötzlich nicht mehr sein will. Normal also. Gut. Aber was ist schon Normalität?
Normal bedeutet nicht gleich das Gegenteil von anders, oder? Und vielleicht hat das auch etwas mit dem Alter und der Pubertät zu tun. Höchstwahrscheinlich sogar.
Manche Menschen bleiben ihr Leben lang normal und andere für immer anders. Ich persönlich möchte mich nicht festlegen. Das sind doch bloß zwei Schubladen, in die man sich selbst steckt, oder in die man sich von anderen stecken lässt.
Ich habe beide ausprobiert, und wenn ich normal bin, versuche immer doch ein bisschen anders zu sein, um mich vom Einheitsbrei abzuheben. Bin ich anders, bemühe ich mich meiner Umwelt zu vermitteln, dass ich trotzdem von diesem Stern bin. Ich will einfach von allem etwas. Ich will, dass man mich erstaunt beobachtet, weil ich etwas habe, das andere nicht haben und mich deshalb anders macht. Trotzdem normal sein und nicht in einer selbstgebauten Illusion leben. Ich liebe zum Beispiel den Alltag, was mich normal macht und ich liebe es ihn immer wieder zu durchbrechen. Das wäre wieder anders.
Zumindest wird das einem immer wieder durch Medien etc. so vermittelt. Doch was ist jetzt das normale, und was das anderes Denken?
Warum stehen diese zwei Wörter überhaupt so in Konkurrenz? Ich verstehe das nicht … Heutzutage muss man schon normal sein, um anders zu sein, weil jeder Zweite sagt, er wäre anders, als die anderen … Jaja, den Spruch hatten wir weiter oben schon.
normal?
anders?
Warum nicht einfach von allem etwas?
14 Tage
März 14, 2008
Es ist schon der Wahnsinn, was in 14 Tagen so passieren kann, wenn man Mal nichts postet. Und auf einmal häuft sich ein ganzer Berg von Eindrücken an, die abgebaut werden sollten.
Ich könnte über so viel schreiben. Über meinen bad-hair-day, den ich jeden Tag in dieser Woche hatte, oder über meine Freundin, die sich die Haare blond färben wollte und die jetzt orange sind.
Oder darüber, dass meine beste Freundin den Jungen nicht bekommen hat, den sie wollte und sich ganz keck seinen Zwillingsbruder gekrallt hat.
Über die3,5 Schokoriegel, die ich heute in Geschichte verdrückt habe, oder die Tatsache, dass meine Mama das Kochen verlernt und ich mir in Zukunft nur noch selbst etwas kochen werde.
Ich könnte auch über meinen Papa schreiben, der heute seinen Frust an mir ausgelassen hat, dass ich noch immer zornig wegen ihm bin. Generell, über die Spannung, die derzeit in unserer Familie herrscht. Das hatten wir echt noch nie, dass ALLE schlecht drauf waren und eine halbe Stunde NUR gestritten wurde.
Ich hätte echt so viele Möglichkeiten und Dinge, über die ich mich auslassen könnte.
Die Passion Christi, die wir uns in Religion angeguckt haben, oder dieser unglaublich charmante und gut aussehende Junge, der mich morgen auf eine Party eingeladen hat.
Aber mir ist gerade nicht nach traurigen Dingen zumute, die mich runterziehen oder aufregen.
Was mich in den ganzen 14 Tagen am besten gefallen hat war, dass ich heute im Regen auf eine alte Bekannte zugegangen bin, während wir auf den Bus gewartet haben und einfach den Regenschirm über sie gehalten habe.
Nur so.
Ich kann nicht Mal sagen warum ich das gemacht habe, aber es hätte mich zerrissen, wenn ich es nicht getan hätte. Und noch mehr überrascht war ich, als sie plötzlich angefangen hat zu reden. Über ganz normale Sachen und so … und das Lächeln, dass sich ihr und danach mir auf die Lippen gezaubert hat, war das schönste und ehrlichste, was ich seit langem bekommen habe.
Warum kann man das nicht öfter machen?
Warum muss der Mensch sich fast immer dazu überreden auf jemanden zuzugehen und kann das nicht auch Mal spontan machen, wie ich heute?
Warum ist es nicht selbstverständlich, dass man seinen Regenschirm über jemand anderen hält, wenn man noch genügend Platz hat? Und warum überhaupt brauchte ich dazu einen Regenschirm??