!!

August 2, 2008

good friends
will be there to take your drink away from you when they think you`ve had enough

but your
best friends will look at you
trippin over ur own two feet & say
“ bitch, drink the rest of that
you know we don’t waste that kind of shit „

Im Sommer 2003 war ich das erste Mal verliebt. Es war der Jahrhundertsommer und ich zarte 12 geworden. Patrick Hofst*****, kurz Hofi, hatte mir damals den Sommer versüßt, als der Junge, bei dem ich das erste Mal Schmetterlinge im Bauch hatte.

Jeder mochte Hofi, er war beliebt, verrückt und nett. Leider aber vergeben.

Dass seine damalige Freundin eine gute Freundin von mir selbst wurde, vergessen wir an dieser Stelle. Wichtig ist vielleicht, dass ich damals zum Inbegriff von Neid wurde.

Ich war 12, hallo. Ich hatte weder Ahnung von Styling, noch konnte ich so etwas tragen, da ich noch ganz am Anfang der Pubertät stand. Seine Freundin, die erst 11 (!!) war hingegen, prahlte mit ihren großen Brüsten. Sie waren so groß, ich fragte mich ehrlich, ob meine jemals so groß werden würden.

Deshalb war Hofi damals wahrscheinlich auch nicht in mich verliebt.

Zwei Jahre später allerdings, als ich absolut und definitiv nicht mehr in ihn verliebt war, dafür allerdings Brüste und so etwas wie Styling hatte, verliebte er sich komischerweise in mich. Er war ganz vernarrt in mich, ließ sich sogar die Haare abschneiden, weil ich meinte „Probier’s aus, sie wachsen eh wieder nach …“

Über diesen Satz muss ich heute noch lachen … ^^

Nicht nur einmal hab ich mich gefragt, warum Hofi und ich uns so aneinander vorbei verliebt haben. Warum ist das so? Ich meine … es wäre besser für uns beide gewesen, wenn das nicht zu zwei verschiedenen Zeitpunkten passiert wäre. Nicht, dass ich jetzt in ihn verliebt wäre. Er entspricht nicht mal annähernd dem Typ Mann, der mich optisch anspricht. Aus dem blonden Sunnyboy ist ein cooler Skater geworden und damit habe ich nicht sehr viel am Hut.

Damals ist für mich allerdings eine kleine Welt zusammengebrochen, weil ich ihn nicht bekommen habe. Und die Typen, die ihm folgten, habe ich ebenfalls nicht bekommen, Gott weiß warum. Denn heute preise ich den Herrn, dafür, dass er mich vor ihnen bewahrt hat. Aber das ist immer so. Später fragt man sich immer, warum man damals so blind war und ist froh, dass diese Zeit vorbei ist.

Hofi ist auch sicherlich froh, dass er nicht mehr mit seiner damaligen Freundin zusammen ist. Sie ist mit 14 schwanger geworden, hat keine Ausbildung und einen hässlichen Freund, der zwar zu ihr hält (und das ist ja schon mal was), aber sie nun mal geschwängert hat.

Ich wollte immer an ihrer Stelle sein.

Mir vorzustellen ein 3-jähriges Kind zu haben, finde ich allerdings furchtbar.

Die Jungs laufen ihr nicht mehr in Scharen nach und meine Brüste sind inzwischen genau so groß wie ihre.

Und jedes Mal wenn ich sie in der Stadt sehe, wie sie den Kinderwagen schiebt, dann schleicht sich ein Lächeln auf mein Gesicht, ich bin froh ich zu sein und bemerke was für ein Glück ich doch habe.

Ich war 12, als ich meinen allerersten Freund hatte. Ich war so unerfahren, wie man mit 12 nur sein konnte und nicht mal ein bisschen verliebt.
Ihm habe ich meinen ersten richtigen Kuss gegeben und ich kann mich noch genau erinnern, dass es mir peinlich war ihn mit Zunge zu küssen. Mal abgesehen davon, dass er anscheinend an einer Speichelüberproduktion litt, hatte ich einfach einen riesen Respekt vor ihm.
Mario war schon 14 und in meinen Augen „groß“.
Deshalb habe ich auch das erste und einzige Mal per SMS Schluss gemacht, weil ich mich irgendwie nicht traute, es ihm persönlich zu sagen, dass er mich anstrengte.

Gestern, als ich mit dem Bus in die Schule gefahren bin und der Bus an einer anderen Schule stehen geblieben ist, habe ich ihn gesehen. Ganz cool und lässig saß er auf einer Bank und rauchte seine Zigarette. Gott, und ich war so froh, dass ich nicht mehr neben ihm saß und meine Hand die seine hielt. Inzwischen ist er wegen Drogendelikten schon ein paar Mal im Gefängnis gewesen und so weit ich informiert bin, hat er auch nie eine richtige Ausbildung gemacht.
Er tut mir zwar nicht Leid, aber irgendwo ist es komisch mal mit so einer Person zusammen gewesen zu sein, mit der man absolut und überhaupt gar nichts gemeinsam hat.

„Oh mein Gott. Schau, da sitzt Mario!“, quietschte ich und stieß meiner besten Freundin mit dem Ellenbogen in die Seite.
Sie lehnte sich leicht über mich und guckte mich dann verdutzt an: „Der, der jede Woche eine ganze Tube Haargel braucht?“
„Ja.“, lachte ich und schüttelte den Kopf, weil ich Haargel eklig finde. Genau DER!

endlich 17 :)

Juni 1, 2008

Viiielen Dank für die Glückwünsche! :)

Angefangen hat mein Geburtstag auch grandios. Ich glaube, ich habe noch nie einen so tollen Geburtstag gehabt und ihn mit so vielen Freunden gefeiert. Ich habe am Abend vom 29. auf den 30. Mai keinen einzigen Cent gebraucht und habe trotzdem anständig getrunken. ;)
Ich habe von unzähligen Jungs Rosen geschenkt bekommen, bis ich einen ganzen Strauß hatte und war ganz überwältigt von dieser Großzügigkeit. Ich habe noch nie eine Rose bekommen. Außer einmal. Aber das ist nicht vergleichbar.
Diesen Abend werde ich so schnell nicht wieder vergessen. Er war einfach perfekt. Und das sage ich nicht oft. Aber an diesem Abend hat einfach alles gepasst. Alles.

Leider habe ich es am Vortag schon gemerkt, dass ich etwas Halsschmerzen habe. Und am Donnerstag hab ich mir dann einfach schön eine Tablette runtergepfiffen, damit ich ins Volleyballtraining konnte und somit am Abend auch weg gehen durfte. Die Quittung bekam ich dann am Freitagmorgen, als ich kaum noch sprechen konnte, ganz zu schweigen von Speichel schlucken.
Deshalb habe ich (fast) den ganzen Geburtstag krank verbracht, und liege noch immer den ganzen Tag daheim auf dem Sofa. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie zugeschwollen mein Hals ist.
Ich habe oft eitrige Angina, aber das hier, das ist schon der wahnsinn. Mein Rachen ist über und über rot entzunden bzw. ganz weiß von dem vielen Eiter. *uuaaah* Genug Details.
Hoffentlich komme ich bei dem schönen Wetter bald wieder auf die Beine …

Chancen-los?

Mai 23, 2008

Ich bin in fast allem gut bis sehr gut. Aber es gibt kaum etwas, was ich machen kann, ohne nachzudenken. Kein Singen, ohne über die Töne nachzudenken. Kein Tanzen, ohne zu überlegen, welcher Schritt als nächster kommt.
Als ich in der 1. Klasse war, habe ich unserem Hausmeister zum Geburtstag ein Ständchen vor der ganzen Schule gesungen. Ich kann auch singen. Aber ich bin keines von diesen Talenten, das von da an nur noch auf der Bühne stehen wollten. Ganz im Gegenteil.
Ich wollte nicht vor und für andere Leute singen. Was vielleicht daran liegt, dass meine Eltern meine Schwester und mich immer nur Volkslieder singen haben lassen.
Ich konnte mich damit nicht identifizieren. Damals schon nicht. Heute finde ich solche Lieder genial, vor allem, mit etwas Alkohol im Blut, gibt es nichts Lustigeres, als Dialekt-Lieder. Der Alkohol ist aber auch schon alles, was mich mit dieser Musik verbindet.

Trotzdem singe gar nicht mehr. Ich habe irgendwann angefangen mich zu genieren, wenn andere Leute meine Singstimme hören. Auch wenn es keinen Grund dafür gab.
Bereuen tu ich’s. Meine Stimme ist zwar gut, aber eben total untrainiert. Ich habe eine komplett falsche Technik und wenn ich singe, schmerzen meine Stimmbänder schon nach kurzer Zeit. Meine Stimme ist ohnehin etwas tiefer, deshalb werde ich auch schnell heiser.
Das Singen würde ich gerne können.

Irgendwann wollte ich dann tanzen. Doch einen genaueren Plan hatte ich nicht. Meine Mama und ich haben ein Hobby gesucht und schließlich hat sie mich zum Ballettunterricht geschleppt. Ich hab mich dort so unwohl gefühlt, dass ich angefangen habe zu weinen. Die Lehrerin sah aus wie eine alte Hexe und die Mädels in ihren engen Tutus waren nicht nett. Ich konnte mir nicht vorstellen hier noch einmal zurückzugehen und meine Mama war danach echt sauer auf mich, weil ich das anfangs unbedingt wollte.

Generell habe ich mich zu wenig unterstütz gefühlt, als es darum ging mich für irgendetwas zu begeistern. Ich wurde kaum zu etwas ermutigt, noch gab man mir Tipps. Es hieß immer nur „Mach das was du willst, was dir Spaß macht!“
Aber ich hatte null Ahnung von dem, was mir Spaß machte.
Heute werde ich fast ein wenig wehmütig, wenn ich mir vorstelle, wie geil ich tanzen könnte, wenn ich die Technik beherrschen würde. Ich kann an und für sich tanzen. Genau so, wie ich singen kann.

Auch hier sind die Ansätze gut bis sehr gut für eine Laie. In mir schlummern zwei Ambitionen, die ich nicht voll ausschöpfe, und nun fühle ich mich schon zu alt, eine davon auszubauen. Obwohl ich das total gerne machen würde. Ich würde mir blöd vorkommen unter all den viel Jüngeren, die es schon viiiiel besser können als ich.
Aber ich spiele Querflöte.
Und ich weiß nicht warum. Das heißt, eigentlich weiß ich es doch.
Ich spiele es für meine Eltern. Weil sie es so wollen und nicht, weil es mir so viel Spaß macht. Im Gegenteil. Es nervt mich tierisch. Letzten Sommer habe ich meiner Mama gesagt, dass ich aufhören möchte, es mache mir keinen Spaß mehr. Anfangs tat es das sogar. Und ich war auch erstaunlich gut. Sehr gut sogar, für mein damaliges Alter und die kurze Zeit, die ich damals spielte.
Heute kommt es mir vor, als würde ich schlechter Spielen, als vor 2 Jahren.
Ich spiele ohne Emotionen, ohne irgendwelche Freude daran.

Das kommt, weil ich nicht aufhören durfte.
Das war so schrecklich für mich. Ein Schlag mitten ins Gesicht.
Wieder habe ich mich zu wenig unterstützt und verstanden gefühlt. Ich weiß noch, wie ich fast keine Luft mehr bekommen habe, weil sich alles in mir dagegen gesträubt hat und ich trotzdem weiter machen musste. Ich sage offen und ehrlich, dass es mich nicht mehr interessiert und dass ich es richtig beschissen von ihnen finde, dass sie mich dazu zwingen. Ich werde euch das nie verzeihen blabla …
Ein halbes Jahre spiele ich jetzt noch, danach können sie mich alle kreuzweise. Ich wusste nie was ich wollte, aber ich weiß wenigstens, was ich nicht will. Nämlich nicht mehr so tun, als ob ich es mögen würde und meine Zeit ist mir zu kostbar um sie mit für mich sinnlosen Tätigkeiten zu verschwenden.

Ich könnte viel besser Querflöte spielen, wenn ich wollte.
Aber ich das will ich nicht.
Ich wollte nie dumme Volkslieder singen. Einfach nur singen. Meine Lieder singen.
Ich wollte kein Ballett tanzen. Das Tutu war hässlich und die Lehrerin von damals auch. Aber Hiphop und Streetdance hätten mir gut gefallen.
In meiner Familie war ich immer die Rebellin. Die, die aufmüpfig, überdreht und zu anspruchsvoll war. Dabei habe ich mich immer zurückgenommen, um das so gut wie möglich zu unterbinden. Ich hatte lange das Gefühl so werden zu müssen, wie meine große Schwester. Ruhig, anständig und nachgiebig. Und noch länger hatte ich das Gefühl dem nicht nachzukommen und deshalb nicht gut genug zu sein. Ich stand ewig in ihrem Schatten, weil wir immer miteinander verglichen wurden.
Heute sehe ich mich ihr in einigen Dingen überlegen, aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.
Ich bereu so viel. So waaaaahnsinnig viel. Ich hätte noch so viel mehr aus mir machen können. Und jetzt fühle ich mich scheiße deswegen. Es ist, als ob ich schon unzählige Chancen in meinem Leben hätte sausen lassen. Chancen, die nie wieder kommen. Erfahrungen, die ich nie machen werde.