Im Sommer 2003 war ich das erste Mal verliebt. Es war der Jahrhundertsommer und ich zarte 12 geworden. Patrick Hofst*****, kurz Hofi, hatte mir damals den Sommer versüßt, als der Junge, bei dem ich das erste Mal Schmetterlinge im Bauch hatte.

Jeder mochte Hofi, er war beliebt, verrückt und nett. Leider aber vergeben.

Dass seine damalige Freundin eine gute Freundin von mir selbst wurde, vergessen wir an dieser Stelle. Wichtig ist vielleicht, dass ich damals zum Inbegriff von Neid wurde.

Ich war 12, hallo. Ich hatte weder Ahnung von Styling, noch konnte ich so etwas tragen, da ich noch ganz am Anfang der Pubertät stand. Seine Freundin, die erst 11 (!!) war hingegen, prahlte mit ihren großen Brüsten. Sie waren so groß, ich fragte mich ehrlich, ob meine jemals so groß werden würden.

Deshalb war Hofi damals wahrscheinlich auch nicht in mich verliebt.

Zwei Jahre später allerdings, als ich absolut und definitiv nicht mehr in ihn verliebt war, dafür allerdings Brüste und so etwas wie Styling hatte, verliebte er sich komischerweise in mich. Er war ganz vernarrt in mich, ließ sich sogar die Haare abschneiden, weil ich meinte „Probier’s aus, sie wachsen eh wieder nach …“

Über diesen Satz muss ich heute noch lachen … ^^

Nicht nur einmal hab ich mich gefragt, warum Hofi und ich uns so aneinander vorbei verliebt haben. Warum ist das so? Ich meine … es wäre besser für uns beide gewesen, wenn das nicht zu zwei verschiedenen Zeitpunkten passiert wäre. Nicht, dass ich jetzt in ihn verliebt wäre. Er entspricht nicht mal annähernd dem Typ Mann, der mich optisch anspricht. Aus dem blonden Sunnyboy ist ein cooler Skater geworden und damit habe ich nicht sehr viel am Hut.

Damals ist für mich allerdings eine kleine Welt zusammengebrochen, weil ich ihn nicht bekommen habe. Und die Typen, die ihm folgten, habe ich ebenfalls nicht bekommen, Gott weiß warum. Denn heute preise ich den Herrn, dafür, dass er mich vor ihnen bewahrt hat. Aber das ist immer so. Später fragt man sich immer, warum man damals so blind war und ist froh, dass diese Zeit vorbei ist.

Hofi ist auch sicherlich froh, dass er nicht mehr mit seiner damaligen Freundin zusammen ist. Sie ist mit 14 schwanger geworden, hat keine Ausbildung und einen hässlichen Freund, der zwar zu ihr hält (und das ist ja schon mal was), aber sie nun mal geschwängert hat.

Ich wollte immer an ihrer Stelle sein.

Mir vorzustellen ein 3-jähriges Kind zu haben, finde ich allerdings furchtbar.

Die Jungs laufen ihr nicht mehr in Scharen nach und meine Brüste sind inzwischen genau so groß wie ihre.

Und jedes Mal wenn ich sie in der Stadt sehe, wie sie den Kinderwagen schiebt, dann schleicht sich ein Lächeln auf mein Gesicht, ich bin froh ich zu sein und bemerke was für ein Glück ich doch habe.

Say all I need …

Juli 23, 2008

Wer sagt uns eigentlich, was wir alles brauchen, um wirklich glücklich zu sein?
Nicht wohlhabend, oder reich an Freunden.

Glücklich sein, weil man auf der Welt ist und das Leben genießen kann.
Ich meine … manchmal frage ich mich echt, ob ich die ganzen Sprays und Shampoos für meine Haare echt brauche und ob nicht auch ein Mascara alleine genau so schön aussehen würde. Würde es mir genau so gut gehen, wenn ich andere Freunde hätte, mir mehr Dinge leisten könnte, oder würde ich es mir lieber kaufen, wenn ich das Geld selbst verdient hätte?!

Bin ich später glücklicher, meine Jugend gelebt zu haben, wenn ich jedes Mal ein-zwei Drinks mehr kippe, oder regelmäßiger im Suff kotzen muss? Wäre ich glücklicher, wenn ich generell wo anders leben würde, Dinge bisher anders gemacht hätte, oder schon längst ausgezogen wäre?

http://www.youtube.com/watch?v=mflY7U7M3h0&feature=related

Woran erkenne ich, was besser für mich ist, oder was ich lieber nicht machen sollte. Ist es wichtig, das überhaupt zu wissen, oder bringt es mich über kurz oder lang nicht doch auf den flaschen Weg?
Vielleicht sollte man mit sich im Reinen sein, um glücklich sein zu können. Vielleicht heißt „mit sich im Reinen sein“ aber auch, das Leben so zu nehmen, wie es kommt. Und wenn man es viel intensiver lebt, dann sieht man auch plötzlich, dass es gar nicht so schlimm und schwer ist, wie man vorher immer behauptet hat. Und als man sich beschwert hat, über die ganze Scheiße, die einem ständig passiert, übersah man, dass das Leben weiter läuft.
Es geht weiter. Immer weiter. Irgendwie.

Ich weiß es nicht. Ich kann nicht sagen, wann man glücklich ist, und was man braucht, um das Glück an sich zu binden. Ich weiß nur, dass ich schon so lange nicht mehr so glücklich gewesen bin und keine Ahnung hatte, woran das liegen könnte.

in der Zwischenzeit

Juli 12, 2008

In der Zwischenzeit ist viel passiert.

Eigentlich war es gar nicht meine Absicht, so lange nichts zu bloggen. Das Eine hat zum Anderen geführt. Ich hab es genossen, mein Leben einmal nicht aufzuschreiben (egal auf welche Art und Weise). Aber, irgendwo, habe ich es doch vermisst, das Schreiben.

Immer öfter habe ich mich dabei erwischt, wie ich in Gedanken geschrieben habe und wie immer die Sätze in meinem Kopf zu einem Artikel geformt habe.
Ich werde wieder regelmäßiger posten, habe ich mir vorgenommen. Denn wenn ich eines sicher sagen kann, dann dass mein Leben noch nie so toll war, wie zu diesem Zeitpunkt! :)

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag, falls ihr auch das Glück habt und die Sonne draußen scheint! :)