Parli l’italiano?

April 27, 2008

Da hat mich doch tatsächlich grad ein Italiener im ICQ angeschrieben.
Fein.
Eigentlich ganz lustig. Der ist voll nett und außerdem hab ich es tatsächlich gerade geschafft mich eine Stunde lang auf Italienisch zu unterhalten (Gott sei Dank ^^).

Muss ich Angst haben, wenn er es schön findet, wenn eine Frau Deutsch spricht?
Eigentlich nicht, nein. Aber die Tatsache, dass er 41 (!!!!!!!!!!!!!!) ist, schon!

Ich bin auch noch so blöd und hab in meinem Profil „29 Jahre“ stehen. Ich wusste das nicht mal mehr und als ich geschrieben habe, dass ich 18 sei und einen Freund hätte (Wunschdenken, ne?! ^^), musste ich mir prompt eine Ausrede einfallen lassen.Ne klar … Sabrina ist meine Schwester und ich benutze ihren Account … Klaaaaaaaaaar doch!Als ob ich mir keinen eigenen zulegen könnte. Frauen und Technik … ah ja ^^
Und ich bin dafür die Isabella, weil mir kein anderer Name eingefallen ist und als der meiner Schwester.

Falls ich mich irgendwann mal verplappere tut mir der Mann also ordentlich leid. Aber bis dahin darf er ruhig weiter meine falschen Präpositionen ausbessern … schreib morgen ohnehin eine Italienisch-Arbeit.

Drückt mir die Daumen! ;)
Grazie, e buona notte

Taten sprechen lassen

April 27, 2008

„Was machst du hier?“
„Fuck, ich hab zu viel getrunken.“, antwortet er grinsend und blickt mich mit verschleierten Augen an.
„Ich dachte ihr seit alle im Partyfloor.“
„Nö, war grad noch im KAFF und jetzt bin ich mir irgendjemandem mitgefahren.“ Er lacht laut und alles was ich tue ist ein obligates „Achso, na dann. – Wir sehen uns!“

Und weg war ich. Tschau“ mit AU und „Tschüss“ mit ÜSS. heißt es im Dialekt.

***

Später auf der Tanzfläche…

Ich tanze mit dem Kumpel vom Freund meiner Schwester, als er ein paar Meter vor mir steht und mich beobachtet, mich giggelnd nachmacht, wie ich mir durch die Haare greife.
Arschloch. Riiiiiiiiiiiesengroßes Arschloch.

***

Kennt ihr das, wenn euch jemand in die Seite kneift und ihr so richtig schlimm losquieken müsst?
Ja?
Amen, Herr!
Irgendwie macht das jeder Kerl bei mir und ich frage mich ernsthaft woran das liegen könnte. Hab ich irgendwo einen Stempel auf dem „Komm, fopp mich mal bitte ordentlich in die Seite, wenn ich es nicht sehe, dann geh ich auch was mit dir trinken!“ steht?

Wahrscheinlich schon. Jedenfalls bin ich tatsächlich mit ihm was trinken gegangen.
Er hat sogar brav bezahlt. Schön. Dann hat es sich wenigstens für mich ausgezahlt.
Smalltalk, nichts Weltbewegendes, über das wir reden.
Und als er weg war, war es mir auch erstaunlich egal.
Aber ich musste ernüchternd feststellen, dass ich noch immer mag wie er ist, wie er seine Haare trägt und sich bewegt. Ich liebe seinen Humor und ich mag es nur bei ihm, dass er nicht so groß ist. Ich mag es, wenn er mich gespielt beifällig berührt und fühle mich im selben Moment ganz fürchterlich verarscht.

Und jetzt der Supergau!
Ich hab es nämlich gefunden. DAS Bild! Himmel Arsch und Zwirn, ich glaube ich hab über ein Jahr danach gesucht.
Das Foto, das er damals auf seinem Internetprofil hatte. Das Bild, das ich stundenlang angestarrt habe und welches er irgendwann rausgenommen hat, ohne dass ich es vorher abspeichern konnte. :-O
Und jetzt, ganz unverhofft, taucht es plötzlich vor meiner Nase auf. Ich starre es an. Minutenlang.

Und es ist komisch es zu sehen. Verdammt komisch.
Er hat sich optisch ziemlich verändert. Seine blonden Haare sind nicht mehr so hell, hängen ihm aber immer noch so frech ins Gesicht wie damals. Man merkt, dass es ein älteres Foto ist. Nur seine treudoofen Augen, die einem das Gefühl von Unendlichkeit vermitteln und sein schelmisches Lächeln, das Seinesgleichen sucht, strahlen mich damals wie heute an.
Ich fühle mich auch so wie damals. Rein in die Zeitmaschine und zurück, dorthin, wo ich mit 15 war.

Ganz ehrlich? Ich weiß nicht, ob ich ihn vermisse. Ich kann es echt nicht sagen. Vielleicht bilde ich es mir auch nur manchmal ein, wenn ich mich nach Geborgenheit und Nähe sehen. Nach dem, was damals war und nie mehr sein kann.
Aber jetzt, wo ich dieses Bild sehe, da fallen mir seine Worte wieder ein, als er mich verständnislos angestarrt hat und mir zuflüsterte: „Mir hat noch nie jemand so viel bedeutet wie du…“

Natürlich.
Frechheit, dass ich mich daran erinnern muss!!!

Ich sollte mich nicht so vom Damals mitreißen und beeinflussen lassen. Viel lieber sollte ich anfangen zu leben, Taten sprechen lassen und am besten gleich mit diesem Typen, der sich echt mächtig ins Zeug legt und GANZ ZUFÄLLIG noch zu seinem Freundeskreis gehören.

Ne lausige Verschwörung ist das doch!! Argh!!

Fortsetzung folgt (ganz bestimmt!) …

Sonnenbrand.

April 27, 2008

Vicky hat ihn. An den Armen und Beinen, wo ich praktisch nie Farbe annehme.

Mama hat ihn auf der Nase und Stirn, weil sie auf der Liege eingenickt ist und eine Sonnenbrille aufhatte. (xDD man, sieht das geil aus)

Und ich hab ihn auf der Brust, mit TOLLEM Rand und in krebsroter Farbe.

Der Sommer komm, Gott sei Dank …
… und morgen geh ich Sonnencreme kaufen!

Sommer, will ich

April 22, 2008

Wir sind doch alle Masochisten. Stimmt’s oder hab ich Recht? – Wusst ich’s doch! ;)
Genau deshalb hab ich mich auch mit meiner Schwester ins Kino gesetzt, mir SOMMER mit Jimi Blue Ochsenknecht (oh ja (!), man stelle sich das Mal vor. Ich kann den Typen nämlich gar nicht so arg leiden …) reingezogen.

Bin halt erst 16 … Teenie-Filme müssen sein und wenn man so will: Es ist ein Frauen-Teenie-Film, für lehrnwillige Männer jedoch sehr empfehlenswert. Genau so will ich’s nämlich haben! Viel Dramatik und Liebe gemischt mit SO einem Jungen.
Klar, stand alles im Drehbuch und so weiter, aber die Autoren meines Drehbuches könnten sich davon ne dicke Scheibe abschneiden.
Hey, ich will mich ja echt nicht beklagen oder so …. (Okay, ich beklage mich bereits, aber was solls -.-)
Ich verlange ja nicht gleich die große Liebe, keinen Traumtypen. Nur ein kleines Abenteuer. Etwas, worum sich mein Leben im Moment drehen könnte. Und im Moment bin das nur ich. Ich, ich, ich.
Die ganze Welt dreht sich um mich, denn ich bin nur ein Egoist … Der Mensch der mir am Nächsten ist, bin ich – ich bin ein Egoist …
Ich bin eigentlich keine Egoistin. Nicht zwingend und dauerhaft. Nur ein bisschen. Aber ich will ja teilen. Doch da kommt nichts. Ich hab aufgehört zu suchen, wie es sich gehört. Die besten Dinge passieren bekanntlich immer dann, wenn man nicht damit rechnet.
Aber, Leute, es passiert nichts. Ich hab noch nicht mal Liebeskummer.
Wenn er dann da ist verwünsche ich mich bestimmt, aber das wäre wenigstens ein Anfang.

An meinen Traumprinzen da draußen: Ich will auch so eine Liebesromanze.
Und ganz generell: Ich will etwas, woran ich mich erinnern kann. Ich will die Jugend mit allen Vor- und Nachteilen haben. Ich will was erleben. Leben.

„Und warum genau hast du jetzt geweint?“, sagte Vicky heute Morgen im Bus, als ich ihr davon erzählt habe.
Ich stöhnte leicht und zuckte dann mit den Schultern: „Weil ich bei solchen Filmen immer weinen muss …“

You can dance

April 22, 2008

„Und wie tanzt ihr da so?“

Meine Schwester macht kreisende Bewegungen mit ihrem Becken, reißt die Arme in die Höhe und lässt sich mitten im Wohnzimmer vom Beat der Musik tragen, die aus dem Fernseher dringt.

„Wooooow, ja … mein lieber Schwan.“ Mamas Augen werden ganz groß und ich glaube, sie hat wirklich nicht damit gerechnet, wie sexy heutzutage getanzt wird.

Ich runzle kurz die Stirn. „Das ist noch gar nichts, du müsstest echt sehen wie das wirklich abgeht.“
„Stimmt, jetzt trau ich mich ja nicht so extrem.“, pflichtet meine Schwester mir bei und wird dabei etwas rot.

„Also wir haben immer so getanzt …“
Mama steht vom Sessel auf und beginnt von einem Bein aufs andere zu treten, mit den Armen zu schlagen und irgendwie sieht es aus, als würde sie den DJ Ötzis „Burger Song“ nachäffen. Eigentlich kann meine Mama gut tanzen. Cha-Cha-Cha, Tango, Foxtrott, Jive, Wiener Walzer, … all dieses Sachen. Sie hat’s eigentlich voll drauf. Aber zu House kommt das halt leider nicht so gut. ^^

„Nächstes Mal geh ich einfach mit“, verkündet sie plötzlich grinsend und marschiert aus dem Wohnzimmmer, wo meine Schwester und ich zurück bleiben und ihr verdattert hinterher starren.
„Das hab ihr jetzt doch nicht wirklich geglaubt, oder?“ Sie lugt nochmal zur Tür herein und ihre Gesichtszüge welchseln von todernst bis knallrot vor lachen.
„Niiiiiiiiiiiiiie“, antworten meine Schwester und ich gleichzeitig und man konnte fast hören, wie unser Herz wieder zu schlagen begonnen hat.